{"id":31770,"date":"2020-10-06T17:10:18","date_gmt":"2020-10-06T17:10:18","guid":{"rendered":"https:\/\/tobegen.de\/?p=31770"},"modified":"2022-04-28T10:32:07","modified_gmt":"2022-04-28T10:32:07","slug":"du-sollst-dir-dein-bild-machen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/tobegen.de\/?p=31770","title":{"rendered":"Der Nousletter I"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-size: small;\"><span style=\"color: #000000;\">Der \u201eNousletter\u201c ist auch ein \u201eNewsletter\u201c, doch seine \u201eNews\u201c sind \u201eNous\u201c, altgriechisch: nonverbale Vernunft, geistiges Sehen, das innere Organ f\u00fcr Wahrheit. <\/span><\/span><\/p>\n<hr \/>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-38472 size-full\" src=\"https:\/\/tobegen.de\/wp-content\/uploads\/Foucault-1.jpg\" alt=\"\" width=\"1201\" height=\"477\" srcset=\"https:\/\/tobegen.de\/wp-content\/uploads\/Foucault-1.jpg 1201w, https:\/\/tobegen.de\/wp-content\/uploads\/Foucault-1-300x119.jpg 300w, https:\/\/tobegen.de\/wp-content\/uploads\/Foucault-1-768x305.jpg 768w, https:\/\/tobegen.de\/wp-content\/uploads\/Foucault-1-500x199.jpg 500w, https:\/\/tobegen.de\/wp-content\/uploads\/Foucault-1-800x318.jpg 800w\" sizes=\"auto, (max-width: 1201px) 100vw, 1201px\" \/><\/p>\n<hr \/>\n<p align=\"CENTER\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-37856 size-thumbnail\" src=\"https:\/\/tobegen.de\/wp-content\/uploads\/DSC_0032-2-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/tobegen.de\/wp-content\/uploads\/DSC_0032-2-150x150.jpg 150w, https:\/\/tobegen.de\/wp-content\/uploads\/DSC_0032-2-533x533.jpg 533w, https:\/\/tobegen.de\/wp-content\/uploads\/DSC_0032-2-640x640.jpg 640w, https:\/\/tobegen.de\/wp-content\/uploads\/DSC_0032-2-864x864.jpg 864w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/p>\n<p align=\"CENTER\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: x-large;\"><strong>I.<\/strong><\/span><\/span><\/p>\n<div data-contents=\"true\">\n<div class=\"\" data-block=\"true\" data-editor=\"1m89t\" data-offset-key=\"8sha0-0-0\">\n<div class=\"public-DraftStyleDefault-block public-DraftStyleDefault-ltr\" data-offset-key=\"8sha0-0-0\"><span style=\"color: #000000;\">Wie kann die universelle, nonverbale Vernunft, der <em>&#8222;Nous&#8220;<\/em>, wie sie im Altgriechischen genannt wurde, <em>&#8222;das innere Organ f\u00fcr die Wahrheit, das unsichtbare Sehen des Geistes&#8220;<\/em> (Arendt) oder <em>&#8222;Karuna&#8220;<\/em> (Mitgef\u00fchl) und <em>&#8222;Veda&#8220;<\/em> (Wesiheit) im Sanskrit, wieder Vorbild werden? Und das in einer Zeit, in der die Sachherrschaft der Transparenz das Geistige ins Dingliche zerrt und die virtuelle Sichtbarkeit den Zusammenhang \u00fcberstrahlt, sodass der Mensch in seiner praktischen Vernunft immer unvern\u00fcnftiger wird. Der Weltklimarat gibt der Menschheit noch wenige Jahre die Weichen neu zu stellen, die Fakten liegen auf dem Tisch und die reine Vernunft sieht die Katastrophen kommen, dennoch fordert die praktische Vernunft ein &#8222;Weiter so!&#8220;, weil sie keinen Zusammenhang zu ihrem Handeln sieht. So ist der Mensch als einzige Gattung auf diesem Planeten drauf und dran sich selbst zu vernichten. Denn wir haben die Grenzen des Wachstums nicht nur seit f\u00fcnfzig Jahren systematisch \u00fcberschritten, wir stehen nicht nur vor \u00f6kologischen und \u00f6konomischen Katastrophen unbekannten Ausma\u00dfes, wir beten auch weiterhin als heilige Kuh die &#8222;Wachstumsproduktion&#8220; an. Alle zwanzig Jahre verdoppelt sich die tote Masse, w\u00e4hrend im gleichen Zeitraum die Biomasse dramatisch abnimmt, die Arten in Massen sterben und die Menschheit l\u00e4sst, als h\u00e4tte sie nichts Besseres zu tun, Panzer rollen, setzt Drohnen und Raketen in einer gigantischen neuen Aufr\u00fcstung ein, weil die Russische F\u00f6deration, gef\u00fchrt von einem neuen Zaren sein altes Reich zur\u00fcckhaben will und mit einem gro\u00dffl\u00e4chigen Angriffskrieg gegen die Ukraine den Kampf um die Neuaufteilung der Welt wieder milit\u00e4risch auf die Agenda gesetzt hat. Wie kommen wir aus dem Wahnsinn der Gewalt, der Brutalit\u00e4t, der Entmenschlichung, der Wachstumsproduktion der Sachherrschaft wieder raus? Wie k\u00f6nnen wir das Monstr\u00f6se in uns stoppen? Wie wird aus Wahnsinn wieder Sinn? Es gibt nur zwei Antworten: Entweder wir machen &#8222;Weiter so!&#8220;, und lassen uns von den Katastrophen die Tagesordnung diktieren oder wir verabschieden uns von der Agenda eine &#8222;Neue Welt&#8220; schaffen zu wollen und nehmen eine &#8222;Neue Haltung&#8220; gegen\u00fcber der &#8222;Alten Welt&#8220; ein, indem wir uns endlich als &#8222;Planet Erde&#8220; als &#8222;Erdb\u00fcrger&#8220; verstehen und nicht l\u00e4nger als &#8222;Staatsb\u00fcrger&#8220;, der sein Interesse geopolitisch gegen Mensch und Natur durchsetzt und um Weltherrschaft ringt. Als &#8222;Erdb\u00fcrger&#8220; verbindet alle ein gemeinsames Interesse, den Planeten Erde als kollektiven Lebensraum zu erhalten, der keinem so allen Lebewesen geh\u00f6rt. Die Grenzen verlaufen dann nicht mehr zwischen den Territorien, Ethnien, Geschlechtern, Klassen, sie Verlaufen zwischen den Wesen und Elementen und lauten Achtsamkeit und Respekt. Was das hei\u00dft, m\u00f6chte ich zeigen, indem mit dem Pinsel statt der Kalaschnikow in der Hand mit ganzheitlicher Hermeneutik statt mit einseitiger Logik gedacht wird. Denn der Maler erschafft die Welt in Farben, Linien, Formen noch einmal. Nicht die reale, die geistige hinter der realen, die entweder das Ideal einer Utopie ist, die zur Dystopie wird oder den Wahnsinn im Geiste \u00fcberwindet, indem sie die praktische Vernunft der Farben, Linien, Formen losl\u00e4sst und sich der Wechselwirkung von Sein und Erscheinung, von Wesen und Welt stellt und das Bilden den Ekstasen der reinen Vernunft \u00fcberl\u00e4sst. Was im Atelier dem Informel gelingt, gelingt im philosophischen Denken Hannah Arendt. So st\u00fctzen sich meine Ausf\u00fchrungen hier auf ihr geistiges Verm\u00e4chtnis, das sie uns mit der &#8222;Vita activa&#8220; und ihrer Schrift &#8222;Vom Leben des Geistes&#8220; hinterlassen hat.<\/span><\/div>\n<div class=\"public-DraftStyleDefault-block public-DraftStyleDefault-ltr\" data-offset-key=\"8sha0-0-0\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: large;\">\u00a0<\/span><\/span><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<p align=\"CENTER\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-37850 size-thumbnail\" src=\"https:\/\/tobegen.de\/wp-content\/uploads\/DSC_0022-3-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/tobegen.de\/wp-content\/uploads\/DSC_0022-3-150x150.jpg 150w, https:\/\/tobegen.de\/wp-content\/uploads\/DSC_0022-3-533x533.jpg 533w, https:\/\/tobegen.de\/wp-content\/uploads\/DSC_0022-3-640x640.jpg 640w, https:\/\/tobegen.de\/wp-content\/uploads\/DSC_0022-3-864x864.jpg 864w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/p>\n<p align=\"CENTER\"><span style=\"color: #333333;\"><span style=\"font-size: x-large;\"><span style=\"color: #000000;\"><strong>II.<\/strong><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"CENTER\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: large;\">Yang, \u201emein Chinese\u201c, bei dem ich seit der Jahrtausendwende Reispapier, Tusche und Pinsel kaufe, der selbst Kalligraf ist und meine Arbeiten kennt, sagt immer zu mir: \u201eDu hast China verstanden!\u201c Erstaunt schaue ich ihn an und sage: \u201eDu wei\u00dft, ich war noch nie in China und kenne die Schriftzeichen nicht!\u201c \u201eDu denkst in Bildern,\u201c lautet dann kurz und knapp seine Antwort. Und wie ein Chinese in Bildern denkt, erfahre ich, wenn er meine Arbeiten betrachtet. Yang fragt nicht: &#8222;Was soll das sein?&#8220; Oder sagt nicht sich entschuldigend: &#8222;F\u00fcr mich ist das, das &#8230;&#8220; Er, der das Denken in Bildschriftzeichen erlernt hat, greift selbstbewusst nach meinen Artefakten und sieht in ihnen Drachen, Pferde, M\u00f6nche, Krieger. W\u00e4hrend Berliner Freunde, die in abstrakten Zeichen sozialisiert sind, vor spontanen Strichen stehend sich verunsichert fragen: Was will der K\u00fcnstler uns damit sagen?<em> \u201eWas f\u00fcr uns \u201eabstrakt\u201c und unsichtbar ist, ist f\u00fcr den Chinesen sinnbildlich konkret und sichtbar gegeben in der Schrift, so etwa, wenn das Bild zweier verschr\u00e4nkter H\u00e4nde den Begriff der Freundschaft darstellt. Er denkt in Bildern und nicht in Worten. Und dieses Denken in Bildern bleibt immer konkret, es kann gar nicht diskursiv sein, eine geordnete Gedankenkette durchlaufen. Es kann auch nicht von sich selbst Rechenschaft geben; die Antwort auf die typisch sokratische Frage, was Freundschaft sei, ist sichtbarlich vorhanden und deutlich in dem Sinnbild der beiden vereinigten H\u00e4nde.\u201c<\/em> (2). &#8211; <em>&#8222;Was uns von den Chinesen unterscheidet, ist nicht Nous, sondern Logos, da\u00df wir uns in Worten Rechenschaft ablegen und rechtfertigen m\u00fcssen.\u201c<\/em> (3). Hannah Arendt greift hier auf eine Definition des Aristoteles aus seinem \u201eProtrepikos\u201c zur\u00fcck: <em>\u201eDas Wesen ist geordnet gem\u00e4\u00df Nous und Logos\u201c<\/em>, nach der der \u201eNous\u201c das ist, was Kant die &#8222;reine Vernunft&#8220; nennt und der in freier Rede ermittelte &#8222;Logos&#8220; die &#8222;praktische Vernunft&#8220;. Doch der &#8222;Logos&#8220; wird seit Platon nicht nur in freier Rede aus der Hermeneutik des Spontanen ermittelt, er ist durch die festgelegten Zeichen des Alphabets ein fixierter Logos geworden, der sich an der Logik der Grammatik orientiert, den Gesetzen einer rationalen \u00d6konomie folgt und nicht mehr den Ekstasen der \u00d6kologie. So f\u00e4llt die in freier Rede vorgetragene und von Platon im &#8222;Zwiegespr\u00e4ch \u00fcber die Redekunst&#8220; im &#8222;Phaidros&#8220; verschriftlichte Kritik des Sokrates auch noch sch\u00e4rfer aus: <em>&#8222;Denn wer dies (das Alphabet) lernt, dem pflanzt es durch Vernachl\u00e4ssigung des Ged\u00e4chtnisses Verge\u00dflichkeit in die Seele, weil er im Vertrauen auf die Schrift, von au\u00dfen her durch fremde Zeichen, nicht von innen heraus sich selbst die Erinnerung sch\u00f6pft. Nicht also f\u00fcr das Ged\u00e4chtnis, sondern f\u00fcr das Erinnern erfandest du ein Mittel. Von der Weisheit aber verleihst du deinen Sch\u00fclern den Schein, nicht die Wahrheit.&#8220;<\/em> Das Alphabet &#8211; vergleichbar das Digitale &#8211; eignet sich nach Sokrates bestenfalls als Ged\u00e4chtnisst\u00fctze, die das Erinnern st\u00e4rkt, doch nicht zur Herausbildung des Ged\u00e4chtnisses, nicht zum geistigen Sehen. Denn das setzt das unmittelbar, direkte Erleben lernen aus der Erfahrung voraus. So wurde also schon vor \u00fcber 2000 Jahren thematisiert, was wir heute als copy and paste diskutieren. Die permanente Abrufbarkeit externer Informationen bildet kein unabh\u00e4ngiges, intrinsisch dynamisches Wissen. Das kann nur aus dem geistigen Sehen heraus, aus dem &#8222;Nous&#8220; durch den &#8222;Logos&#8220;, aus &#8222;Karuna&#8220; durch &#8222;Veda&#8220; geschehen.<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"CENTER\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-37851 size-thumbnail\" src=\"https:\/\/tobegen.de\/wp-content\/uploads\/DSC_0020-3-1-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/tobegen.de\/wp-content\/uploads\/DSC_0020-3-1-150x150.jpg 150w, https:\/\/tobegen.de\/wp-content\/uploads\/DSC_0020-3-1-533x533.jpg 533w, https:\/\/tobegen.de\/wp-content\/uploads\/DSC_0020-3-1-640x640.jpg 640w, https:\/\/tobegen.de\/wp-content\/uploads\/DSC_0020-3-1-864x864.jpg 864w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/p>\n<p align=\"CENTER\"><span style=\"color: #333333;\"><span style=\"font-size: x-large;\"><span style=\"color: #000000;\"><strong>III.<\/strong><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"CENTER\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: large;\"><em>&#8222;Die verborgene Harmonie ist st\u00e4rker als die offenkundige\u201c<\/em>, beobachtete schon 520 bis 460 v. Chr. der griechische Philosoph Heraklit. Was immer auch offenkundig geschieht, der &#8222;Nous&#8220;, der innewohnende Geist setzt sich durch. Doch das geschieht nicht von heut auf morgen, er braucht eine l\u00e4ngere Zeitstrecke und so dominiert zun\u00e4chst die &#8222;offenkundige Harmonie&#8220; der &#8222;praktischen Vernunft&#8220;. In der modern digitalisierten, privatwirtschaftlich organisierten liberalen Welt genauso wie in den autokratischen, milit\u00e4risch verfassten Gesellschaften in Russland oder China. Es ist &#8222;das System&#8220;, ob kapitalistisch oder sozialistisch, welcher Pr\u00e4gung auch immer das den \u201eNous\u201c zur Steinzeit degradiert. Die &#8222;reine Vernunft&#8220; lehrt uns M\u00fcll zu vermeiden, Rohstoffe wiederzuverwerten, das Hergestellte zu reparieren. Die &#8222;praktische Vernunft&#8220; sagt das Gegenteil und produziert M\u00fcll und Gewinn, die es beide in der Natur nicht gibt. So ist im modernen Denken die &#8222;reine Vernunft&#8220; Steinzeit, die sich noch an den Sternen orientierte, w\u00e4hrend der Moderne in einer anderen, vom Menschen erschaffenen Zeit lebt, die der \u201e\u00f6konomischen Vernunft\u201c folgt. Er glaubt, dass er vom &#8222;Indigenen&#8220; das &#8222;Geniale&#8220; abgespalten hat, mit ihm das durch \u201eNous\u201c und \u201eLogos\u201c Gepr\u00e4gte als &#8222;Vor-Moderne&#8220; hinter sich gelassen hat, sodass in der &#8222;Moderne&#8220; digitalisiertes Wissen die gelebte Weisheit ersetzt und die Logik der &#8222;technischen Vernunft&#8220; Sicherheit und Ordnung verleiht. So st\u00fctzt sich die aktuelle digitale Globalisierung weder auf die Herrschaftsfreiheit der vorbegrifflichen Vernunft noch auf die Demokratie des in freier Rede begrifflich gefassten. Mit ihr hat sich der &#8222;politische Westen&#8220;, die &#8222;regelbasierte Welt&#8220;, wie sich die liberalen Demokratien gerne nennen, selbst ein Kuckucksei, ein zweischneidiges Schwert ins Nest gelegt. Einerseits taugt es wie kein anderes Instrument zur Globalisierung und Individualisierung liberaler Werte, und zugleich wird es als Weltmonopol, als Verschw\u00f6rung der Big Five (Apple, Facebook, Google, Microsoft, Amazon) gegen das Individuum erlebt, das sich wiederum mit Verschw\u00f6rungstheorien dagegen verschw\u00f6ren kann und sich dabei Robin Hood gleich als R\u00e4cher der Entrechteten f\u00fchlt im Glauben, das Schwert der Globalisierung zumindest daheim am eigenen Rechner umgedreht zu haben &#8230; Denn unter der Herrschaft des Digitalen ist das Wahre nicht mehr die \u00dcbereinstimmung von Sein und Schein, sondern das Datum, die &#8222;Echtzeit&#8220;, in der der Schein das Sein, die Information, die Wirklichkeit \u00fcberholt und so ihrerseits eine neue Wirklichkeit erschafft. Diese Selbstherrlichkeit des Digitalen entspricht dem feudalistischen Herrschaftsverst\u00e4ndnis von Autokratien, wird in China effizienter als Staatsordnung und von Russland zur hybriden Kriegsf\u00fchrung mit Desinformationen und Verschw\u00f6rungstheorien eingesetzt. So suggeriert die Digitalisierung dem Individuum eine &#8222;freie Welt&#8220;, in der die Freiheit verraten und verkauft ist, weil die Freiheit &#8222;von etwas&#8220; noch keine Freiheit &#8222;f\u00fcr etwas&#8220; ist. Frei ist Freiheit erst, wenn sie ihr Ja nach dem Nein gefunden hat und damit die Welt nicht mehr verbessern muss, weil sie jetzt das Bessere in der Welt ist.<br \/>\n<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"CENTER\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-37858 size-thumbnail\" src=\"https:\/\/tobegen.de\/wp-content\/uploads\/DSC_0002-6-2-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/tobegen.de\/wp-content\/uploads\/DSC_0002-6-2-150x150.jpg 150w, https:\/\/tobegen.de\/wp-content\/uploads\/DSC_0002-6-2-533x533.jpg 533w, https:\/\/tobegen.de\/wp-content\/uploads\/DSC_0002-6-2-640x640.jpg 640w, https:\/\/tobegen.de\/wp-content\/uploads\/DSC_0002-6-2-864x864.jpg 864w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/p>\n<p align=\"CENTER\"><span style=\"color: #333333;\"><span style=\"font-size: x-large;\"><span style=\"color: #000000;\"><strong>IV.<\/strong><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"CENTER\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: large;\">Warum enden Utopien als Dystopien? Weil es weder einen Sch\u00f6pfer noch eine Sch\u00f6pfung aus dem Nichts gibt. Die Utopie ist aber genau das, die andere Welt aus dem Zauberhut und wird zur Dystopie, wenn das Ideal auf das Material trifft. Dann wird aus dem Heil das Gegenteil. So kippt bereits die Sch\u00f6pfungsgeschichte in der Bibel mit dem &#8222;S\u00fcndenfall&#8220; von der Utopie in eine Dystopie. Die Protagonisten werden aus dem Paradies vertrieben und auch der Sch\u00f6pfer aus dem Nichts, der sich, weil ihm langweilig war, ein Universum erschafft, ist ein Idealist, der zum Despoten wird, wenn die Gesch\u00f6pfe sich nicht an seine Sch\u00f6pfung halten. Man denke nur an die Kreuzz\u00fcge, Folter, Inquisition und Heiligen Kriege, die von den Religionen in die Welt gebracht wurden und f\u00fcr Despoten wie Napoleon, Hitler oder Stalin (Putin) das Vorbild waren (sind), um Gott gleich zu herrschen. Sodass selbst der gottlose Kommunismus, der es besser machen wollte, indem das Sein das Bewusstsein bestimmt und die Kollektivit\u00e4t die Individualit\u00e4t ersetzt, zur Diktatur entartete &#8230; Denn die Utopie ist kein Geschenk des Himmels, sie ist die irdische Sehnsucht nach ihm. Sie ist die Sehnsucht der sich in den gemeinen Verstand verirrenden M\u00e4nnlichkeit, die es nicht ertragen kann, dass der Same der Frau ein Weiterleben in einem anderen K\u00f6rper schenkt, w\u00e4hrend der Erzeuger seine k\u00f6rperliche Verg\u00e4nglichkeit nur geistig \u00fcberwinden kann. So glaubt die vom Neid auf das weibliche Geschlecht ausgel\u00f6ste Angst vor Tod und Chaos, dass der patriarchale Hass auf das Wilde im Weib der Himmel auf Erden ist. So ist die Vernunft nicht nur \u201erein\u201c und &#8222;praktisch&#8220; nicht nur die Herrschaftsfreiheit des nicht-begrifflichen &#8222;Nous&#8220;, der in freier Rede die Demokratie den begrifflichen &#8222;Logos&#8220; hervorbringt. Sie ist auch &#8222;gemein&#8220;, der &#8222;gemeine Verstand&#8220;, der das zum Begriff Begriffene allt\u00e4glich wendet und dabei eine \u201emechane\u201c, eine Technik entwickelt, die die alten Griechen den \u201eBetrug an der Natur\u201c nannten. Denn ihre Pr\u00e4position im Umgang mit der Wahrheit war noch von einer matriachalen Kultur gepr\u00e4gt die durch Naturbeobachtung Evidenz erlangte. Nach der Verschriftlichung des Denkens durch die Griechen wechselt im R\u00f6mischen Reich die Erkenntnis der Wahrheit von der Beobachtung zur Spekulation, die als Projektion durch Berechnung Evidenz erlangt und als These Gewinn verspricht. So folgen wir heute dem &#8222;Primat der \u00d6konomie&#8220;, denken wir die Wahrheit empirisch \u00fcbersetzt in Zahlen, Formeln, Programmen, deren Logik inzwischen von Maschinen pr\u00e4ziser ausgelesen wird die sich mit Algorithmen selbst programmieren. Kurzum: Mit der Franz\u00f6sischen Revolution ist formal das &#8222;Menschenrecht&#8220; real das Rechnungswesen zur neuen Weltordnung geworden, und mit der russischen Revolution wurde der Beweis erbracht, dass der Staat nicht abstirbt, wie Marx es glaubte, als Gewaltmonopol sich zur Diktatur entwickelt. Kein System, weder der Kapitalismus noch der Sozialismus ist in der Lage, den Quantensprung von der \u00d6konomie zur \u00d6kologie und damit von der einseitigen Logik zur allseitigen Hermeneutik zu vollziehen, weil der \u201eSkandal der Vernunft\u201c, wie Kant ihn einst nannte, noch immer darin besteht, dass die vom Menschen aus der Natur herausgelesenen Gesetze, &#8222;Naturgesetze&#8220; hei\u00dfen, obwohl die Natur sie weder gemacht noch geschrieben hat und sie das Gegenteil dessen, ein &#8222;Stirb und werde&#8220; und kein &#8222;unendlicher Fortschritt&#8220; ist. So ist auch die KI weder dumm noch nutzlos, sie ist hirnlos.<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"CENTER\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-37869 size-thumbnail\" src=\"https:\/\/tobegen.de\/wp-content\/uploads\/DSC_0013-2-1-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/tobegen.de\/wp-content\/uploads\/DSC_0013-2-1-150x150.jpg 150w, https:\/\/tobegen.de\/wp-content\/uploads\/DSC_0013-2-1-533x533.jpg 533w, https:\/\/tobegen.de\/wp-content\/uploads\/DSC_0013-2-1-640x640.jpg 640w, https:\/\/tobegen.de\/wp-content\/uploads\/DSC_0013-2-1-864x864.jpg 864w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/p>\n<p align=\"CENTER\"><span style=\"color: #333333;\"><span style=\"font-size: x-large;\"><span style=\"color: #000000;\"><strong>V.<\/strong><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"CENTER\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: large;\">Es ist also an der Zeit, das alte, beobachtende Verst\u00e4ndnis von Wahrheit, das es nicht nur in der griechischen Antike als Mimesis weltweit gab, neu zu sehen. Wir Heutigen k\u00f6nnen aber dabei nicht stehen bleiben, wir m\u00fcssen es auch im Handeln und Urteilen in die Tat umsetzen. Erst dann ist das was das absichtslose Tun der Evolution pr\u00e4gt, das &#8222;Nicht-Wollen wollen&#8220; das als Lebenswille &#8222;nur&#8220; sich selbst das Leben leben will und als Wachstum die Selbstentfaltung dessen kennt, auch die Wahrheit und der Sinn des menschlichen Handelns. <span style=\"font-size: large;\">Das geschieht weder strategisch noch taktisch, weder milit\u00e4risch noch technisch, sondern spontan, leibhaftig und lebendig. Nicht indem wir den Kampf zwischen Archaik und Moderne ausrufen, wie es Putin und seine Querdenker tun, nicht indem wir die Erscheinung, das, was nicht in unseren H\u00e4nden ist &#8211; die Welt &#8211; verbessern, sondern indem wir das Sein, uns, unsere Haltung in ihr und ihr gegen\u00fcber ver\u00e4ndern. So ignoriert die &#8222;reine Vernunft&#8220; die &#8222;praktische Vernunft&#8220; als Leitkultur und beginnt damit eine neue Erz\u00e4hlung: Nach dem patriarchalen &#8222;Willen zur Macht&#8220;, der den Willen Gottes auf Erden in den s\u00e4kularisierten Willen der Menschen verwandelt hat, gebiert nun das &#8222;Nicht-Wollen wollen&#8220; den Sinn, indem das bis in den Tod hinein geboren werden \u00fcber das Sterben siegt. Ja, diese Erz\u00e4hlung ist ohne Macht, doch sie ist nicht ohnm\u00e4chtig. Sie ist die spontane Antwort, die dem Leben innewohnt und damit unsterblich. <em>\u201eWenn jeder gedankenlos mitschwimmt in dem, was alle anderen tun und glauben, dann stehen die Denkenden nicht mehr im Hintergrund, denn ihre Weigerung ist nicht mehr zu \u00fcbersehen und wird damit zu einer Art Handeln. In solchen Notlagen erweist sich, dass die ausr\u00e4umende Seite des Denkens (die sokratische Hebammenkunst, die die Konsequenzen ungepr\u00fcfter Meinungen herausarbeitet und diese \u2013 Werte, Doktrinen, Theorien und sogar \u00dcberzeugungen &#8211; dadurch zerst\u00f6rt) mittelbar politisch ist. Denn die Zerst\u00f6rung wirkt befreiend auf ein anderes Verm\u00f6gen, das Verm\u00f6gen der Urteilskraft, das man mit einiger Berechtigung das politischste der geistigen Verm\u00f6gen des Menschen nennen kann. Es ist das Verm\u00f6gen, das Einzeldinge beurteilt, ohne sie unter allgemeine Regeln zu subsumieren, die sich lehren und lernen lassen, bis sie zu einer Gewohnheit werden, die sich dann durch andere Gewohnheiten und Regeln ersetzen l\u00e4\u00dft.\u201c<\/em> (Hannah Arendt)(4). So ist das Wort &#8222;Vernunft&#8220; ein eingefrorener Gedanke, den das Denken auftauen muss, wenn es vern\u00fcnftig werden will.<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"CENTER\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-37866 size-thumbnail\" src=\"https:\/\/tobegen.de\/wp-content\/uploads\/DSC_0010-5-1-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/tobegen.de\/wp-content\/uploads\/DSC_0010-5-1-150x150.jpg 150w, https:\/\/tobegen.de\/wp-content\/uploads\/DSC_0010-5-1-533x533.jpg 533w, https:\/\/tobegen.de\/wp-content\/uploads\/DSC_0010-5-1-640x640.jpg 640w, https:\/\/tobegen.de\/wp-content\/uploads\/DSC_0010-5-1-864x864.jpg 864w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/p>\n<p align=\"CENTER\"><span style=\"color: #333333;\"><span style=\"font-size: x-large;\"><span style=\"color: #000000;\"><strong>VI.<\/strong><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"CENTER\"><span style=\"color: #000000;\"><em>&#8222;Seit Hegel und Marx wurde diese Frage aus historischer Perspektive behandelt, und man ging davon aus, dass es so etwas wie einen Fortschritt der Menschheit gebe. Letzten Endes werden wir vor der einzigen Alternative stehen, die es hier gibt &#8211; entweder sagt man mit Hegel: Die Weltgeschichte ist das Weltgericht und \u00fcberl\u00e4sst das letzte Urteil dem Erfolg, oder man besteht mit Kant auf der geistigen Autonomie des Menschen und ihrer F\u00e4higkeit, sich unabh\u00e4ngig davon zu machen, wie die Dinge nun einmal sind oder geworden sind.&#8220; (5). <\/em>Als Hannah Arendt am 4. Dezember 1975 pl\u00f6tzlich stirbt, ist der zweite Band &#8222;Das Wollen&#8220; von ihrem Verm\u00e4chtnis: &#8222;Vom Leben des Geistes&#8220;, gerade fertiggestellt. Den ersten Band &#8222;Das Denken&#8220; hatte sie zuvor schon 1973 und &#8222;Das Wollen&#8220; 1974 in k\u00fcrzerer Fassung an der University of Aberdeen referiert. Den dritten Band &#8222;Das Urteilen&#8220; konnte sie hingegen nicht mehr schreiben, es gibt nur erste Skizzen. Doch das Denken von Arendt reicht weit \u00fcber ihre Zeit hinaus. Es erscheint uns heute so, als h\u00e4tte sie &#8222;unsere Fragen&#8220; bereits mitgedacht und neue Antworten gefunden, indem sie das philosophische Denken vom totalit\u00e4ren Denken, vom Idealismus der Metaphysik und dem Materialismus der Physik befreit. Denn in beiden Denkmustern steckt das Totalit\u00e4re in Gestalt einer <em>&#8222;Zwei-Welten-Theorie&#8220;<\/em>, die das materielle, k\u00f6rperliche Sein von dessen geistiger Erscheinung in zwei Welten trennt, weil sie vom Tode und nicht von der Geburt aus denkt. Im Tod oder Labor ist\/wird die Erscheinung, der Geist, vom Sein, dem K\u00f6rper getrennt. So bekommt die Erscheinung ein ewiges Leben, weil sie k\u00f6rperlich nicht mehr stirbt. So \u00fcberlebt die Weisheit das Wissen, \u00fcberdauert der Gedanke den Denker, der Geist den K\u00f6rper, denken wir heute noch \u00fcber Gedanken nach, die vor vier- oder f\u00fcnftausend Jahren gedacht wurden, als die menschliche Zivilisation begann. Doch alle diese Formeln, Gedanken wurden vom Leben und nicht vom Tod hinzugef\u00fcgt, sodass es absurd und totalit\u00e4r ist, vom Tode und nicht von der Geburt aus zu denken. Denken wir von der Geburt, von der <em>&#8222;Natalit\u00e4t&#8220;<\/em> aus, wie Arendt es fordert, sind das <em>&#8222;Sein und die Erscheinung dasselbe&#8220;<\/em>. Dann ist alles, was existiert, notwendig materiell, k\u00f6rperlich, feinstofflich Sein und damit f\u00fcr das wahrnehmende Wesen dessen Da-Sein in einer geistigen, spirituellen seelischen Erscheinung. So ist der Gegensatz zwischen der geistigen und k\u00f6rperlichen Welt kulturell gemacht und nicht existenziell gegeben, ist er menschliches Denken und Handeln, sodass wir diejenigen sind, die die Trennung von Mensch und Natur fortsetzen oder beenden k\u00f6nnen, m\u00fcssen wenn die Menschheit \u00fcberleben soll.<\/span><\/p>\n<p align=\"CENTER\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-37870 size-thumbnail\" src=\"https:\/\/tobegen.de\/wp-content\/uploads\/DSC_0014-5-1-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/tobegen.de\/wp-content\/uploads\/DSC_0014-5-1-150x150.jpg 150w, https:\/\/tobegen.de\/wp-content\/uploads\/DSC_0014-5-1-533x533.jpg 533w, https:\/\/tobegen.de\/wp-content\/uploads\/DSC_0014-5-1-640x640.jpg 640w, https:\/\/tobegen.de\/wp-content\/uploads\/DSC_0014-5-1-864x864.jpg 864w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/p>\n<p align=\"CENTER\"><span style=\"color: #333333;\"><span style=\"font-size: x-large;\"><span style=\"color: #000000;\"><strong>VII.<\/strong><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"CENTER\"><span style=\"color: #000000;\">So hat der Mensch, wenn er morgen noch leben will, im Angesicht der \u00f6konomischen, \u00f6kologischen und geopolitischen Krisen, nur mit Kant die Alternative zur &#8222;geistigen Autonomie&#8220; zur\u00fcckzukehren. Mit &#8222;reiner Vernunft&#8220; muss die Wachstumsproduktion s\u00e4mtlicher Konflikte gestoppt werden, in die uns die &#8222;praktische Vernunft&#8220; der &#8222;berechenbaren Wahrheit&#8220; gef\u00fchrt hat. Sodass wir in dieser Frage ganz grunds\u00e4tzlich auch mit Kant in einen Widerspruch geraten. Denn er, der die &#8222;reine Vernunft&#8220; so klar gesehen und beschrieben hat, versucht sie in der &#8222;praktischen Vernunft&#8220; zu retten, indem er diese moralisch einhegt: <em>&#8222;Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde.&#8220;<\/em> Dahinter steht die \u00dcberzeugung, dass das Gute ein &#8222;allgemeines Gesetz&#8220; ist, das B\u00f6se es aber nicht sein kann, &#8222;Du sollst nicht t\u00f6ten&#8220; wird allgemein akzeptiert, &#8222;Du sollst t\u00f6ten&#8220; hingegen nicht. Tats\u00e4chlich erreicht der &#8222;kategorische Imperativ&#8220; mit seinem &#8222;allgemeinen Gesetz&#8220; aber genau das Gegenteil. Es gibt das &#8222;Allgemeine&#8220;, &#8222;Eine&#8220;, &#8222;Ganze&#8220; ja &#8222;Gute&#8220;, auf das sich alle beziehen k\u00f6nnen und alles bezieht, doch was das ist, wissen wir nicht. Denn wir sind ein Teil dessen, was wir verstehen wollen und ein Teil kann bekanntlich das Ganze nicht erkennen. So k\u00f6nnen wir mit Aristoteles nur sagen, dass das Ganze mehr oder etwas anders ist als die Summe seiner Teile, n\u00e4mlich ganz, doch was das Ganze oder Allgemeine ist, bleibt ewig unsagbar stets eine Behauptung, die auch die rationale Aufkl\u00e4rung nur mit Gewalt autorisieren kann, weil sie sich nicht von selbst ergibt. Das Problem der rationalen Aufkl\u00e4rung ist, dass sie den Irrtum der Religionen lediglich s\u00e4kularisiert und nicht aufgehoben hat. Kant gibt als Leitsatz der Aufkl\u00e4rung das <em>&#8222;Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen&#8220;<\/em> aus und sagt damit, dass der Verstand, von dem der Kirchenvater Augustinus zuvor noch gesagt hat, dass er <em>&#8222;Gott&#8220;<\/em>, der <em>&#8222;Heilige Geist&#8220;<\/em> sei, aufgekl\u00e4rt &#8222;deine Freiheit&#8220; ist. Die Begr\u00fcndung ist dabei in beiden F\u00e4llen gleich: die Evidenz des Verstandes, bei Kant <em>&#8222;das Allgemeine&#8220;<\/em> und bei Augustinus das <em>&#8222;Eine und Ganze&#8220;.<\/em> Beide berufen sich auf das Intelligible, das den Sinnen unsichtbar dem Verstand als Ganzes einleuchtet. Doch beide verwechseln dabei das Spiegelbild mit der Realit\u00e4t. Denn der Verstand spiegelt in der Tat die Realit\u00e4t wider, doch er kann sie so wenig wie der Spiegel verstehen oder kreieren. Das kann nur der lebendige Geistk\u00f6rper vor dem Spiegel, indem er vor-bildlich handelt, bevor er das Bild kennt, das ihm der Spiegel zeigt. Nur dann ist der Ma\u00dfstab die <em>&#8222;Universalharmonie&#8220;<\/em> in der <em>&#8222;alles, was ist, wenn man die Gesamtheit der Dinge betrachtet, das Beste ist&#8220;<\/em> (Nietzsche).<\/span><\/p>\n<p align=\"CENTER\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-37865 size-thumbnail\" src=\"https:\/\/tobegen.de\/wp-content\/uploads\/DSC_0009-6-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/tobegen.de\/wp-content\/uploads\/DSC_0009-6-150x150.jpg 150w, https:\/\/tobegen.de\/wp-content\/uploads\/DSC_0009-6-533x533.jpg 533w, https:\/\/tobegen.de\/wp-content\/uploads\/DSC_0009-6-640x640.jpg 640w, https:\/\/tobegen.de\/wp-content\/uploads\/DSC_0009-6-864x864.jpg 864w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/p>\n<p align=\"CENTER\"><span style=\"color: #333333;\"><span style=\"font-size: x-large;\"><span style=\"color: #000000;\"><strong>VIII.<\/strong><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"CENTER\"><span style=\"color: #000000;\"><em>&#8222;Wo sind wir, wenn wir denken?&#8220;<\/em>, fragt sich Hannah Arendt und antwortet <em>&#8222;in der L\u00fccke zwischen Vergangenheit und Zukunft&#8220;.<\/em> Exakt in dem Riss, mit dem wir aus der Moderne herausfallen und in der Alten Welt &#8211; der Natur in uns &#8211; ankommen. Die Alte Welt erscheint uns heute als die bessere, weil in ihr das &#8222;Stirb und werde&#8220; vorgegeben, noch nicht in der Verantwortung des Menschen lag. Das Leben war kurz. So kurz, dass man nur das Jetzt, die sich ausdehnende Gegenwart als Raum kannte und ihn noch nicht als Zeit begriff. Dieses Erleben einer anderen Wahrheit ist im Fortschritt abhandengekommen und eben dorthin kehrt das Denken zur\u00fcck, in ein Jetzt, das kein Hier hat. Nicht mit dem oberfl\u00e4chlichen Vergleich, bei dem der gemeine Verstand in &#8222;Echtzeit&#8220; \u00fcber &#8222;Sein und Nicht-Sein&#8220; entscheidet. Das geistige Durchdringen einer Sache oder Frage verlangt Tiefe, ist nur m\u00f6glich, wenn der Gedanke sinn- und raumleer wird. Sodass das Denken wie ein Shuttle im Hier startet, das Jetzt verl\u00e4sst und durch Jahre, Jahrhunderte, Jahrtausende den Gedanken verfolgt und im Hier und Jetzt wieder landet. Dabei geh\u00f6rt der Gedanke keinem, es gibt nur Menschen, die ihn zuerst aussprechen. Diese absolute Freiheit der Assoziation kennen alle, doch der &#8222;gemeine Verstand&#8220; gestattet sie nur den Auserw\u00e4hlten, den Gebildeten und Erleuchteten und nicht sich selbst. Denn im vergleichenden Denken ist immer der andere, das andere, besser als das Selbst, triumphiert das hinterher \u00fcber das jetzt, siegt der Tod \u00fcber das Leben. So denkt der &#8222;gemeine Verstand&#8220; nur, dass er denkt. In Wirklichkeit l\u00e4sst er denken, muss er sein &#8222;\u00dcber-Ich&#8220; fragen, das er kopiert. Aus dieser Verhaftung entbindet sich das selbstbewusste Denken und stellt sich mit seiner Urteilskraft au\u00dferhalb der vorgegebenen Ordnung auf, um in der &#8222;Liebe zur Wahrheit&#8220; neue Bindungen einzugehen.<em><br \/>\n<\/em><\/span><\/p>\n<p align=\"CENTER\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-37871 size-thumbnail\" src=\"https:\/\/tobegen.de\/wp-content\/uploads\/DSC_0015-5-1-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/tobegen.de\/wp-content\/uploads\/DSC_0015-5-1-150x150.jpg 150w, https:\/\/tobegen.de\/wp-content\/uploads\/DSC_0015-5-1-533x533.jpg 533w, https:\/\/tobegen.de\/wp-content\/uploads\/DSC_0015-5-1-640x640.jpg 640w, https:\/\/tobegen.de\/wp-content\/uploads\/DSC_0015-5-1-864x864.jpg 864w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/p>\n<p align=\"CENTER\"><span style=\"color: #333333;\"><span style=\"font-size: x-large;\"><span style=\"color: #000000;\"><strong>IX.<\/strong><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"CENTER\"><span style=\"color: #000000;\">Und wo bin ich, wenn ich male? Da bin ich wie im Denken <em>&#8222;in der L\u00fccke zwischen Vergangenheit und Zukunft&#8220;<\/em>, doch obwohl am Tage und hellwach im Traum der Nacht. Denn nun ist vom &#8222;Raum-Zeit-Kontinuum&#8220; die Zeit ausgeblendet. Der Geist hat kein Fernweh mehr und stellt sich der &#8222;Raum-Leere&#8220; im Hier und Jetzt. Denn die Leere, die wir nur als Raum erfassen k\u00f6nnen und der Raum, den wir nur erfassen k\u00f6nnen, indem wir ihn in einen Gegenstand verwandeln, stehen nun als leere Leinwand vor mir. Als gro\u00dfe Weite, die sie immer sind und auch in Gestalt eines Bildes bleiben sollen. Es ist tats\u00e4chlich so, dass mich entweder das Gef\u00fchl von Raum oder Leere zum Malen zwingt. Picasso hat die Abkehr vom &#8222;Ausdruck&#8220; vom arbeiten &#8222;nach der Natur&#8220; hin zum &#8222;Eindruck&#8220; zum Arbeiten &#8222;vor der Natur&#8220; mit einem Schwamm verglichen, der durch &#8222;geistiges Sehen&#8220; vollgesaugt ist. Das geistige Sehen zwingt zum Bild. Wer hier was fordert das Bild einen Maler, der Maler das Bild, wird nun immer unklarer. Es kann auch sein, dass jetzt tagelang nichts passiert oder heute Nacht schon alles. So entstehen k\u00f6rpersprachliche Bilder, die mehr sind als die Summe ihrer Teile, die ein intelligibles Ganzes zeigen. Ist das geistige Bild zum Greifen nahe, sinnlich jedoch nicht gegenw\u00e4rtig, ber\u00fchrt der fl\u00fcchtige Gedanke den nicht fl\u00fcchtigen Geist und hat dabei eine Ahnung vom Ganzen. So stabilisiert das Unverg\u00e4ngliche der Existenz das Verg\u00e4ngliche, denn deren intelligible Art ist nicht nur sie selbst: \u201eL\u2019art pour l\u2019art\u201c, etwas anderes: \u201eNous\u201c &#8211; reine Vernunft. <\/span><\/p>\n<p align=\"CENTER\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-37860 size-thumbnail\" src=\"https:\/\/tobegen.de\/wp-content\/uploads\/DSC_0004-7-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/tobegen.de\/wp-content\/uploads\/DSC_0004-7-150x150.jpg 150w, https:\/\/tobegen.de\/wp-content\/uploads\/DSC_0004-7-533x533.jpg 533w, https:\/\/tobegen.de\/wp-content\/uploads\/DSC_0004-7-640x640.jpg 640w, https:\/\/tobegen.de\/wp-content\/uploads\/DSC_0004-7-864x864.jpg 864w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/p>\n<p align=\"CENTER\"><span style=\"color: #333333;\"><span style=\"font-size: x-large;\"><span style=\"color: #000000;\"><strong>X.<\/strong><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"CENTER\"><span style=\"color: #000000;\">Bleibt die Frage: Wo bin ich in der Meditation? Auch da bin ich <em>&#8222;in der L\u00fccke zwischen Vergangenheit und Zukunft&#8220;<\/em>, doch nun ist sie kein Riss mehr, jetzt ist sie die sich ausdehnende Gegenwart. Das geschieht, indem der Atem das &#8222;Sich-Selbst-Gewahrsein&#8220; wird und damit den Geist aus seiner allt\u00e4glichen Einhegung in Raum und Zeit herausholt. Absichtslos ist der \u00dcbergang vom &#8222;Ich&#8220; zum &#8222;Es&#8220;, indem das bewusste &#8222;Ich atme ein &#8211; ich atme aus&#8220; sein &#8222;Ego&#8220; vergisst und zum bewussten &#8222;Es atmet mich&#8220; wird. Das ist kein Hokus pokus, das ist allt\u00e4gliche und vor allem n\u00e4chtliche Realit\u00e4t, doch nun ist sie auch dem Tag-Ich bewusst. So hebt das Nacht-Ich oder Es die Einseitigkeit, mit der das &#8222;Ego&#8220; das durch die transparente Haut Wahrgenommene zum &#8222;Ich&#8220; abgrenzt auf, und das, was tats\u00e4chlich ist, tritt bewusst hervor: Unsere Intersubjektivit\u00e4t. Jetzt sind es nur noch wenige Atemz\u00fcge und die Intersubjektivit\u00e4t ist das <em>&#8222;Zwei-in-einem&#8220;<\/em>, wie Sokrates es nannte, das <em>&#8222;Sich-Selbst-Gewahrsein&#8220;<\/em> (Arendt), dass das Wir\/ich unbewusst schon im Mutterleib war und das ganze Leben bis in den Tod hinein immer ist und bleibt, das nun auch als Selbstwirksamkeit bewusst ist. Mit diesem Moment ruht der Geist in sich und der wahrnehmende K\u00f6rper in ihm. So gibt die vorbegriffliche Vernunft \u201eNous\u201c uns die Haltung, die wir brauchen, um aus eigener Urteilskraft verantwortungsvoll in der Welt zu sein. So bewahrt allein der \u201eNous\u201c uns vor der \u201eWeltverbesserung\u201c, die mit praktischer Vernunft das andere den anderen ver\u00e4ndert und sich selbst dabei \u00fcber den anderen, das andere erhebt. So ist die tats\u00e4chliche \u201eZeitenwende\u201c ein Fl\u00fcstern, das durch den L\u00e4rm der Geschichte gerade \u00fcberdeckt wird: Das radikale Umdenken und Abwenden vom &#8222;Weiter so!&#8220;, das darin besteht, dass alle, die ihre Lage erkannt haben, ihre Ohnmacht verlieren, indem sie das ohne Macht sein als ein Bewusstsein erleben, das die Macht der Waffen unterl\u00e4uft und dem &#8222;Weniger ist mehr&#8220; den Boden bereitet.<br \/>\n<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: small;\">(M\u00e4rz\/April 2022)<\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: small;\"><span style=\"color: #000000;\">Literaturnachweise:<\/span><\/span><span style=\"font-size: small;\">(1) Hannah Arendt, \u201eVom Leben des Geistes \u2013 Das Denken\u201c, Piper\/M\u00fcnchen, 10. Auflage 2020, S.190, \u201eWas bringt uns zum Denken? &#8211; <\/span><span style=\"font-size: small;\">(2) ebenda, S. 106 \u201eGeistige T\u00e4tigkeiten in einer Welt der Erscheinungen\u201c &#8211; <\/span><span style=\"font-size: small;\">(3) ebenda, S.106 &#8211; <\/span><span style=\"font-size: small;\">(4) ebenda, S.191 \u201eWas bringt uns zum Denken?\u201c (5.) ebenda, S.211\/12 &#8222;Nachschrift&#8220;<\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: small;\"><span style=\"color: #000000;\">Bildnachweise:<\/span> I &#8222;KIEW&#8220;, II &#8222;CHARKIW&#8220; <span style=\"color: #0000ff;\"><a style=\"color: #0000ff;\" href=\"https:\/\/tobegen.de\/?p=25525\">(Bodytext Acryl)<\/a><\/span>, III &#8222;Ukraine a&#8220;, IV &#8222;Ukraine IX&#8220;, V &#8222;Ukraine f&#8220;, VI &#8222;Ukraine I&#8220;, VII &#8222;Ukraine e&#8220;, VIII &#8222;Ukraine II&#8220;, IX &#8222;Ukraine h&#8220;, X &#8222;Ukraine VII&#8220; <span style=\"color: #0000ff;\"><a style=\"color: #0000ff;\" href=\"https:\/\/tobegen.de\/?p=22794\">(Bodytext Cinatusche)<\/a><\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der \u201eNousletter\u201c ist auch ein \u201eNewsletter\u201c, doch seine \u201eNews\u201c sind \u201eNous\u201c, altgriechisch: nonverbale Vernunft, geistiges Sehen, das innere Organ f\u00fcr Wahrheit. I. Wie kann die universelle, nonverbale Vernunft, der &#8222;Nous&#8220;, wie sie im Altgriechischen genannt wurde, &#8222;das innere Organ f\u00fcr die Wahrheit, das unsichtbare Sehen des Geistes&#8220; (Arendt) oder &#8222;Karuna&#8220; (Mitgef\u00fchl) und &#8222;Veda&#8220; (Wesiheit) im [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_crdt_document":"","advanced_seo_description":"","jetpack_seo_html_title":"","jetpack_seo_noindex":false,"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":""},"categories":[18],"tags":[],"class_list":["post-31770","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-nichtnichtbilder"],"jetpack_featured_media_url":"","jetpack_sharing_enabled":true,"jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/ph9HEd-8gq","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/tobegen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/31770","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/tobegen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/tobegen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/tobegen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/tobegen.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=31770"}],"version-history":[{"count":1509,"href":"https:\/\/tobegen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/31770\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":38621,"href":"https:\/\/tobegen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/31770\/revisions\/38621"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/tobegen.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=31770"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/tobegen.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=31770"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/tobegen.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=31770"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}