TITEL

POESIE OHNE AUTOR

AUTOPOIESE

Die Selbstentfaltung und Gestaltung der Körpersprache vollzieht sich im Freien wie auf Leinwand und Papier mit Ausdruck und Präsenz in Gesten und Gebärden. Sie unterstützen die Rede und bringen das Begehren zur Sprache. Dabei verlassen sich Körper und Geist auf die Autopoiese der Sage, wissen sie sich im Bunde mit der Phantasia, dem sichtbar werden und sich vorstellen, der geistigen Gestalt. Die ist dem Menschen gegenwärtiger als die durch Isolation gewonnene Erkenntnis des kognitiven Verstandes. Ihr steht im Gegensatz zu ihm nichts und niemand gegenüber, alles ist mittendrin. Als soziale Plastik bleibt das Bild ohne Autor ewig DU „Ich bin, weil du bist“. Die geistige Gestalt macht aus jedem Menschen einen Künstler. Selbstermächtigt durch den ethischen Imperativ Du sollst den Apfel vom Baum des Lebens essen“ beginnt das absichtslose Handeln mit seinem Denken ohne Geländer. Verwandelt sich das Unterbewusste zum Himmel auf Erden.

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„Kunst ist ein Mittel, um die Begrenztheit des niederen Selbst zu überwinden und sich mit den kreativen Kräften des Universums zu vereinigen.“

(Novalis)